Februar 8

Der KI-Geldkreislauf: Kommt der große Crash?

Platzt die KI Blase könnte das paradoxerweise den Weg für eine bessere Zukunft freimachen. Platzt sie nicht könnte es noch gefährlicher werden als bisher. Denn was sich derzeit rund um künstliche Intelligenz aufbaut erinnert weniger an einen klassischen Technologietrend und immer mehr an einen geschlossenen Finanzkreislauf der sich selbst antreibt.

Und genau dieser Kreislauf ist es der Anleger nervös machen könnte.

Der Kreislauf hinter dem KI-Boom

Das System funktioniert in etwa so:

Die Entwickler hinter ChatGPT (Open AI) mieten gigantische Rechenkapazitäten bei Oracle im Volumen von angeblich 300 Milliarden US Dollar ab 2027.

Oracle wiederum ordert Grafikchips bei Nvidia für rund 40 Milliarden US Dollar.

Nvidia investiert parallel selbst bis zu 100 Milliarden US Dollar in den KI-Entwickler Open AI.

Ein in sich geschlossener Kreislauf aus Rechenleistung Hardware und Kapital.

Finanziell gesehen ein faszinierendes Konstrukt.
Ökonomisch gesehen ein mögliches Pulverfass.

Was in der Rechnung fehlt Der zahlende Kunde

So beeindruckend die Summen klingen so banal ist die entscheidende Frage: 
Wer zahlt das am Ende alles?

Noch schreibt OpenAI enorme Verluste. Nach Angaben von Bloomberg hält Microsoft inzwischen rund 27 Prozent an der OpenAI Group. Gleichzeitig sollen die Verluste 2025 zeitweise bei rund 12 Milliarden US Dollar pro Quartal gelegen haben getrieben durch explodierende Kosten für Rechenleistung und Personal.

Das Abo kostet 20 Dollar im Monat.

Ja die Nutzung explodiert. Weltweit greifen wöchentlich über 800 Millionen Menschen auf ChatGPT zu. In Deutschland kennt laut neueren Studien rund zwei Drittel der Bevölkerung den Dienst etwa 30 Prozent nutzen KI Anwendungen aktiv.

Beeindruckend.

Aber Reichweite ist nicht gleich Rentabilität.

Noch nicht.

Wenn ein Zahnrad ausfällt kippt das ganze System

Das ist der kritische Punkt. Der aktuelle KI Boom basiert auf einem fein austarierten Zusammenspiel weniger Konzerne. Rechenzentren Chipdesigner Cloudanbieter Investoren. Jeder finanziert den nächsten. Jeder geht davon aus dass irgendwann der große Massenmarkt alles trägt.

Doch was passiert wenn ein Spieler aus diesem Kreis ausfällt

Wenn Investitionen gekürzt werden?
wenn Nachfrage hinter Erwartungen bleibt?
wenn Margen nicht kommen?
wenn Regulierungen greifen?
wenn Kapital teurer wird?

Dann beginnt der Kreislauf zu stottern.

Und dann wird aus Euphorie sehr schnell Ernüchterung.

An der Börse heißt das oft nur eines: 
Abverkauf.

Vielleicht sogar Crash.

Kein Platz zum Verstecken

Im nächsten Abschwung könnte das Motto lauten
„There is no place to hide.“

Denn KI steckt inzwischen überall in Indizes, ETFs, Fondsstrategien, Halbleiterwerten, cloudanbietern Softwaretiteln. Die Vernetzung ist extrem. Wer glaubt nicht betroffen zu sein irrt womöglich.

Ich sage nicht dass der Crash kommt.
Ich sage nur dass das System anfälliger ist als viele wahrhaben wollen.

Je perfekter ein Kreislauf wirkt desto gefährlicher wird er wenn er reißt.

Fazit

Die KI Revolution ist real.
Die Investitionen sind real.
Die Nutzerzahlen sind real.

Aber auch die Verluste sind real.
Und der Kapitalbedarf ist gigantisch.

Noch trägt Hoffnung den Markt.
Noch tragen Visionen die Bewertungen.

Die entscheidende Frage lautet: 
Wann tragen Gewinne.

Wie siehst du das Ganze?
Stehen wir vor der nächsten großen Technologieära oder vor einer Blase die nur auf den richtigen Nadelstich wartet?

Schreib deine Meinung in die Kommentare!


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