Januar 6

Vom Krisenmetall zum Zukunftsrohstoff: Warum Silber den Unterschied macht

Silber hat 2025 ein Kunststück hingelegt, das selbst alte Rohstoffhasen überrascht hat: Die Unze kletterte über 70 US-Dollar – ein Niveau, das es zuletzt vor 45 Jahren gab. Seit Jahresbeginn entspricht das einem Plus von mehr als 140 Prozent. Starke Zahl.

Ich erinnere mich an 2015, ein Jahr, in dem Silber ungefähr so beliebt war wie ein Bausparvertrag bei einer Krypto-Konferenz. Genau in dieser Phase habe ich mir mehrere Silbermünzen zu rund 14 Euro je Feinunze (31,1g) ins Depot gelegt.

Silber ist Rohstoff und Währungsversicherung zugleich

Anders als Gold ist Silber kein eindimensionales Investment. Es ist beides: kritischer Rohstoff und monetärer Krisenschutz. Die Nachfrage aus Zukunftsbranchen wie Solarenergie, Elektronik und E-Mobilität wächst strukturell. Gleichzeitig kämpft der Markt seit Jahren mit einer stagnierenden Produktion. Ein Ungleichgewicht, das irgendwann sichtbar werden musste.

Und sichtbar wurde es – nicht, weil Schmuckkäufer plötzlich drei Armreifen mehr tragen, sondern weil Silber ein ökonomisches Nadelöhr der Energiewende ist. Wer heute Solarzellen baut, kommt an Silber nicht vorbei. Wer sein Portfolio gegen Währungsentwertung schützt, ebenso wenig.

In Silber investieren

Wer Silber ganz ohne Münzen, Händleraufschläge oder Lagerlogistik im Portfolio abbilden will, kann das simpel über die Börse tun. Eine der bekanntesten Lösungen ist der:

iShares Physical Silver ETC
ISIN: IE00B4NCWG09
WKN: A1KWPR

Der ETC ist vollständig mit physischem Silber besichert, wird wie eine Aktie gehandelt und bildet den Spotpreis sehr direkt ab. Kein Prägeaufschlag. Keine Sammlerprämie. Keine Lieferzeit. Für alle, die Silber effizient und ohne Ballast investieren möchten, ist das einer der transparentesten und unkompliziertesten Zugänge zum Markt.

Silber im Portfolio

Klar ist aber auch: Silber ist kein Sparbuch in Metallform. Sein Preis reagiert stärker auf Konjunktur, Wechselkurse und Sentiment als Gold. Bis zu 1,7-mal höhere Volatilität wird regelmäßig gemessen. Das schreckt kurzfristige Anleger ab – und genau das ist der Punkt:

Silber belohnt nicht Mutige, sondern Standhafte.

Wer 2015 für 14 Euro gekauft hat, hat nicht auf ein Kursziel spekuliert. Er hat gegen ein System gewettet, das reale Werte ignorierte. Und genau diese Systemblindheit ist es, die auch heute wieder nervt: Sobald Rohstoffe steigen, will jeder Prognosen. Sobald sie fallen, will keiner Verantwortung.

Silber kann ein strategischer Baustein im Vermögensaufbau sein – aber nicht als Ersatz für Analyse oder als Entschuldigung für Ungeduld. Es taugt als:

  • Absicherung gegen Inflation und Vertrauensverlust in Fiat-Währungen,

  • Profiteur technologischer Nachfragezyklen,

  • Diversifikator in Krisenphasen.

Was es nicht ist:

  • Ein Instrument, um eine schlechte Energie- oder Standortpolitik schönzurechnen,

  • Ein Shortcut für schnelle Gewinne,

  • Ein ideologischer Spielball.

Bist Du in Silber investiert? Schreib es in die Kommentare.


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  • Erste Unze für 10,xx Euro gekauft und seitdem dabei. Nahezu alle relevanten Bücher über Silber gelesen. Absolut überzeugt von seiner Relevanz von Anfang an. Freue mich, über die späte Bestätigung des Marktes, in diesem Zusammenhang wohl viel richtig gemacht zu haben. Beabsichtige nicht eine Unze zu verkaufen, auch wenns mal wieder preislich bergab geht. Denn wer verstanden hat, wie die Geldschöpfung (fiat lux) funktioniert, setzt auf werthaltige Assets.

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