April 9

Die 7 größten Geldfresser im Alltag

Du willst Deinen Finanzen selbst in die Hand nehmen? Du möchtest Deine größten Geldfresser finden? Du willst unnötige Ausgaben verringern?

Versteh mich nicht falsch. Ich will nicht, dass Du wie diese Frugalisten lebst und Dir nichts mehr gönnst und beim Anblick eines Coffee-to-go Schüttelfrost bekommst.

Was sind Geldfresser?

Hast Du die Kontrolle über Deine Finanzen? Weißt Du wohin Dein sauer verdientes Geld geht?

Aber es gibt sie, die Geldfresser, die Dir ganz still und heimlich im Alltag die Kohle aus der Tasche ziehen. Sie verursachen keine schmerzenden Löcher in Deinem Konto. Sie sind dezent, kaum sichtbar und kommen immer wieder. Die Geldfresser.

Und um sie geht es heute. Ich stelle Dir die häufigsten Geldfresser im Alltag vor und zeige Dir, wie Du sie wieder los wirst.

TOP 1: Handyvertrag

Ohne Smartphone kein Leben. Nach diesem Motto leben heute viele Menschen. Ich finde es immer wieder lustig, den Menschen im Restaurant beim Fotografieren des Essens zuzusehen. Das bringt mich zum Schmunzeln. Ich finde das absolut affig. Aber es kann ja jeder machen, was er will ;-).

Es muss immer das neueste Smartphone mit dem Apfel sein, dazu natürlich ein Vertrag, der alles kann: Freiminuten, Streaming, SMS Flat und ein Datenvolumen, mit dem Du Dir Wikipedia auf einmal herunterladen könntest.

Ich kenne Leute, die geben 50 Euro im Monat für ihren Handyvertrag aus. Und dazu kommen noch die Verträge der Ehefrau und der Kinder. Für mich absoluter Wahnsinn. Mein privater Handyvertrag kostet 4,99 Euro im Monat und der reicht völlig. Also setze hier unbedingt den Rotstift an und überprüfe Deine Verträge.

TOP 2: Essen und Trinken to go

Nochmal: Ich will Dir den Genuss nicht verbieten. Du sollst nicht wie die ganzen Frugalisten Dir nie einen Kaffee am Bahnhof kaufen dürfen. Aber bei einer Sache haben sie Recht, lass es nicht in Deinen Alltag einschleifen.

Ich war die Woche beim Bäcker, weil ich nichts mehr zu Hause hatte und mir das Frühstück morgens kaufen musste. Ich habe bestellt: Sandwich, süßes Teilchen, Kaffee to go. Was hat es gekostet? Es hat mich selbst erschrocken: 8,60 Euro!!! Wahnsinn wie teuer alles geworden ist.

Bei durchschnittlich 220 Arbeitstagen im Jahr wären das fast 2.000 Euro. Mit dieser Summe könntest Du Dein Depot ordentlich füttern. Pass also bei diesen Ausgaben besonders auf!

TOP 3: Unnötige Abos

Du kennst das. Hier mal schnell Netflix abschließen, dann kommt noch die Hörbuch App dazu, dann noch das Fitnessstudio und der Support für den Podcast eines Freundes. Ganz schnell läppern sich die Abos bei Dir und ziehen Dir das Geld aus der Tasche. Dazu kommen noch Mitgliedsbeiträge usw.

Schau also regelmäßig, welche Abos Du nutzt und welche Du wirklich brauchst.

Du willst fit bleiben? Dann geh in den Wald joggen oder nutze kostengünstigere Angebote, wie eine Mitgliedschaft in einem Sportverein.

Noch ein Tipp von Mir: Leg Dir eine Liste mit Deinen Abos an, am besten mit Laufzeit und monatlichen Kosten. So behältst Du den Überblick und hast die Kosten im Griff.

TOP 4: In teuren Supermärkten einkaufen

Bei Discountern kannst Du viel Geld sparen. Vor allem, wenn Lebensmittel im Angebot sind.

Schau Dir also die Angebote an und kaufe dann, wenn die Preise reduziert sind. Das geht heute bei den meisten Supermärkten schon per App.

Hier kannst Du übers Jahr gesehen also viel sparen.

Und greif auf die Handelsmarken zurück. Da ist nochmals viel Sparpotential für Dich drin! Nur bei Nutella, Kaffee und Cola greife ich zu den Markenprodukten ;-). Alles andere ist mir egal.

TOP 5: Impulskäufe

Wahrscheinlich bist Du mal mit leerem Magen einkaufen gegangen. Bei mir artet das immer komplett aus. Brezeln, Chips, ein kompletter Lachs, da landen schon allerhand skurrile Sachen in meinem Einkaufswagen.

Um das zu vermeiden, schreibe Dir einen Einkaufszettel. So kaufst Du nur das, was Du wirklich benötigst.

TOP 6: Auto

Ich lebe mit meiner Familie auf dem Dorf und bin aufs Auto angewiesen. Deshalb fahren wir mit der Familie einen Golf 7 Diesel, 7 Jahre alt, grundsolide, nicht kaputt zu bekommen und günstig im Unterhalt. Ich selbst darf meinen Dienstwagen auch privat nutzen, wofür ich sehr dankbar bin.

Aber welchen Fehler machen viele beim Thema Auto?

Sie tappen in die Leasingfalle. Sie wollen die neueste Karre fahren und werden zu Konsumopfern.

Sie lassen sich von niedrigen Raten locken und leisten sich ein Auto, das sie sich eigentlich nicht leisten können.

Zu den Leasingraten kommen dann noch Kosten für Wartung und Reparaturen. Während ich mit meinem Golf einfach in die nächste Freie Werkstätte fahren kann, müssen die Leasingopfer schön in die teure Vertragswerkstatt einbiegen. Das kostet richtig Geld.

Und am Ende der Leasingzeit kommt die nächste dicke Überraschung. Mehr Kilometer gefahren, als vereinbart? Kein Problem, das berechnen wir Dir. Ach, da ist ja ein Krater drin, kommt auf die Rechnung. Und so läppert sich nach 36 Monaten eine dicke Rechnung zusammen.

Deine Reserven schmelzen dahin. Jetzt hast Du natürlich kein Geld, um Dir ein neues Auto zu besorgen. Also was machst Du? Bingo, Du least ein neues, das Du Dir eigentlich nicht leisten kannst. Das dicke Ende kommt am Schluss.

Herzlich willkommen in der Leasingfalle.

Deshalb mein Tipp an Dich: kaufe Dir ein Auto am besten mit eigenem Geld. Es muss nicht immer das neueste Modell sein. Mit diesem Tipp kannst Du unglaublich viel Geld sparen.

TOP 7: Versicherungen

Die Deutschen lieben die Sicherheit.

Weißt Du, worüber ich nur lachen kann? Über die Gepäckversicherung. Die Klamotten von der Billigkette werden völlig überteuert vor einem Verlust versichert. Jedes Jahr millionenfach vor der Reisesaison. Da kann ich nur staunend zusehen.

Wir sind alle überversichert, sorry, ich war überversichert.

Welche Versicherungen besitze ich heute noch?

Die, die ich muss: Private Krankenversicherung, Wohngebäude, Autoversicherung.

Jetzt kommt schon mein erster Tipp für Dich. Bei der Autoversicherung wechsele ich fast jährlich den Anbieter. Das spart mir bares Geld.

Welche Versicherungen habe ich sonst noch?

Ganz wichtig für mich: Neben Haftpflicht sind das Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherung, um meine Familie im Falle meines Todes abzusichern. Hier versichere ich aber nur das Risiko. Viele Anbieter wollen Dir Kombiprodukte andrehen. Also das Risiko versichern und gleichzeitig eine Kapitallebensversicherung abschließen. Das ist aus meiner Sicht völliger Quatsch. Und hier liegt ein großer Geldfresser begraben. Bei solchen Kombiprodukten kommen hohe Abschlussgebühren obendrauf. Außerdem sind die laufenden Kosten sehr hoch. Dieses Geld investierst Du besser direkt in Aktien, ETFs oder Co.

Welche Versicherungen habe ich noch?

Bei mir kommen noch die Hausratversicherung und die Unfallversicherung obendrauf. Das wars. Bei Hausrat könnte man sogar überlegen, ob man das wirklich braucht.

Ansonsten wars das. Anstatt mich vor irgendwelchen sehr unwahrscheinlichen Risiken zu versichern, investiere ich mein Geld lieber an der Börse und habe ein schönes Polster, mit dem ich auch mal unvorhergesehene Dinge abfedern kann.

Also, geh Deine Versicherungen durch und miste aus.

Wie beugst Du Geldfressern vor?

Da habe ich einen ganz einfachen Tipp für Dich!

Schau Dir über einen Zeitraum von 3 Monaten Deine Einnahmen und Ausgaben an. Trage alles in ein Haushaltbuch ein. Glaub mir, Du wirst erstaunt sein, was da alles zusammen kommt. Dann optimierst Du und steckst das Geld lieber in Dein Aktiendepot.

Du kennst noch weitere Geldfresser? Teile Sie mit uns in den Kommentaren!

 

 

 


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